Die Komfortzone verlassen und das als Hochsensibler, geht das?

Ich mache genau diesen Schritt in diesem Jahr.

Mit September endet mein Karenzgeld und ich werde nur noch von meinem Ersparten leben. Ich werde versuchen einen Weg zu finden von zuhause aus Geld zu verdienen.

Ja ich habe Ängste und ich habe auch meine Befürchtungen aber ich mache es trotzdem.

Meine Komfortzone wäre mein alter Job gewesen. Ich hätte am zweiten Geburtstag meines Kindes zurück an meinen Arbeitsplatz gehen können und das mit 30 bis 35 Wochenstunden und Kündigungsschutz für zwei Jahre. Wie etwa 80% der Österreicherinnen es tun.

Einige werden jetzt sagen das ich verrückt bin das ich es nicht so mache.

Aber es würde auch heißen täglich 4 Stunden Zugfahrt, ein zweites Auto anschaffen und immer weniger für meine Kinder da zu sein.

Es würde auch bedeuten meine Sohn mit 2 Jahren in Fremdbetreuung zu geben und ihn nicht die Chance zu geben sich selbst abnabeln zu können, wie es meine Tochter gemacht hat.

Nach meinen Berechnungen würde ich für nicht einmal hundert Euro arbeiten gehen. Der Rest meines Einkommens würde für Dinge draufgehen die ich bräuchte, wenn ich meine Komfortzone nicht verlassen würde. Ich bräuchte das Auto, Zugfahrkarten, schicke Kleidung fürs Büro und viel Geld für die Fremdbetreuung meiner Kinder.

Genau dazu sage ich nein. Ich verlasse diese Komfortzone mit vielen negativen Gedanken.

Wie geht es weiter mit dem Geld und werde ich später wieder einen Job finden?

Rede ich mir da etwas ein, dass es in der heutigen Zeit noch möglich ist für meine Kinder da zu sein?

Wenn wir genauer hinsehen ist unser „Komfortzone“ gar nicht mehr so komfortabel.

Ganz im Gegenteil.

Aber gegen die Angst hilft mir das ich das ganze mal von außen betrachte.

Was genau macht mir Angst?

Wer oder was verursacht die Ängste?

Sind sie wirklich real oder verursacht sie eine innere Stimme die von jemand anderen beeinflusst wird? Von wem? Meiner Erziehung, den Medien oder von so genannten Freunden?

Wann sind die Ängste am schlimmsten und durch was werden sie ausgelöst?

Wenn ich mir das einmal genau ansehe und auch aufschreibe verschwinden die Ängste oft oder werden in ihre wahre Größe zurück reduziert. Zerlegt in viele kleine Häufchen ist ein großer Berg nicht mehr bedrohlich.

Ich merke das viele Vorbehalte nicht wirklich real sind sondern von der Gesellschaft verursacht werden.

Das geht doch nicht, oder das kannst du doch nicht machen…..

Ängste werden immer da sein. Sie begleiten unser Leben. Es ist nur eine Frage wie wir mit ihnen umgehen.

Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht.

Ralph Waldo Emerson

 

 



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