Einmal Laut gedacht

Wir vertrauen einem System für das wir nur eine Nummer sind.

Austauschbar sobald wir nicht mehr Funktionieren.

Nichts wert, wenn wir nicht arbeiten und konsumieren.

Als Kinder werden wir in Kitas und Schulen abgeschoben, als alte Menschen ins Altersheim.

Wenn die Kinder nicht schon mit zwei Jahren ins Lernen gezwungen werden, kommen sie spätesten mit sechs Jahren in die schulische Gleichrichtung.

Das Heranzüchten und Drillen der Arbeitskräfte von morgen. Selbstständiges Denken nicht erwünscht. Es wird nach einem vorgegeben Tempo gelernt und nicht nach den Tempo des Kindes. Egal ob ein Kind da mit kommt, oder nicht

Eigenständiges Denken und Handeln wird schnell abgewöhnt. Denkende Menschen sind eine Gefahr für dieses System.

Kaum mit der Schule fertig kommt das Arbeitsleben.

Wo ist die Zeit geblieben wo die jungen Menschen sich die Welt erobert haben?

Als sie ihren Horizont erweiterten und andere Länder und Kulturen kennen lernen wollten? Nach dem Studienabschluß Reisen? Heute geht man möglichst schnell in einen profitablen und „sicheren“ Job. Reisen kann man ja dann in der Pension, wenn man die erlebt.

Wenn du keine vierzig Stunden Arbeitswoche aushältst, wirst du schnell als schwach, krank und als Schmarotzer abgestempelt.

Nur wo ist die Arbeit? Sie wird immer öfter von Maschinen erledigt die können Tag und Nacht arbeiten und kosten auch weniger als der Mensch.

Wenn du dann endlich deine Arbeitsjahre überstanden hast und dein Körper noch nicht aufgegeben hat, musst du mit einer Pension auskommen, welche oft in keinem Verhältnis mit deiner tatsächlich erbrachten Leistung für die Gesellschaft steht.

Dir wird jahrelang weiß gemacht, dass du für dich und deine Pension arbeitest aber in Wirklichkeit arbeitest du für jemanden anderen. Wenn dir jemand erzählt, er sei „durch harte Arbeit reich geworden“, frag ihn „durch wessen harte Arbeit?“

Wenn du in der glücklichen Lage bist, einen Job zu haben in dem du ganz aufgehst (und dir das nicht nur einredest), in dem du wirklich du sein kannst, dann ist das schön.

Auch Menschen glücklich zu machen und für sie da zu sein ist etwas großartig und wichtig.

Warum wird das am wenigsten bezahlt?

Vielleicht weil Diejenigen, welche die Zuwendung anderer brauchen keinen Wert für das Konsumsystem haben?

3 Replies to “Einmal Laut gedacht”

  1. Hi, ich glaube nicht, das es so düster ist. Ich kenne viele Leute, die einfach keine Lust hatten, zu lernen oder sich zu entwickeln. Viele von denen hängen heute in Jobs, die sie nicht mögen. Oder sie sind arbeitslos und schimpfen, weil andere für weniger Geld arbeiten als sie und sie deshalb keinen Job finden.

    Uns wird zwar weiß gemacht, das die Kinder möglichst schnell in die Schule sollen, dann super Noten schreiben müssen um dann ins Arbeitsleben zu gehen. Aber ob wir das mitmachen, ist uns in der heutigen Zeit freigestellt. Früher mussten die Kinder abgegeben werden (oder alleine klar kommen) damit alle zu Essen hatten. Oder sie mussten hart arbeiten und waren mit 19 schon fast erledigt. Die Lebenserwartung wird auch immer höher, obwohl die Umweltbedingungen schlechter werden. Ob das Leben dann noch lebenswert ist, ist wohl eine andere Frage 🙂

    Ich denke, das viele einfach vergessen haben, wie wichtig Zusammenhalt, Freundschaft, Liebe und Ehrlichkeit sind. Aber wir als Eltern sind in der Lage, das unseren Kindern beizubringen.

    LG,

    Thomas

    • Den Kinder wird die Lust am Lernen genommen. Ich sehe es am eigenen Kind. Es hört im Kindergarten du kannst da nicht mitmachen du bist zu klein du kannst es noch nicht. Aber auch die zeit ist nicht da um alle Kinder zu fördern jetzt werden nur die Gefördert die kurz vor der Schule stehen. Wirklich frei entscheiden können wir nicht. Bei vielen Familien arbeiten beide Eltern und es bleibt nicht genug über um gut zu leben. Vielen fehlt auch das wissen wie sie es ändern können oder auch der Mut. Aber genau deswegen ist Zusammenhalt, Freundschaft so wichtig wie du es schreibst. Nur das haben viele vergessen oder einfach verlernt. Es fordert ein Umdenken und das können wir unseren Kinder vorleben.

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