Schritt für Schritt zum eigenen Kombucha

Ich gebe in einen 1Liter Wasser etwa 8 Gramm Tee und 70-80g Zucker. Wenn ihr mehr herstellen wollt, müsst ihre die Zucker- und Tee Menge im Verhältnis aufrechnen. Beim Zucker verwende ich keinen raffinierten Zucker, aber das ist Geschmackssache. Ich liebe das Karamellaroma des braunen Zuckers.

Manche werden jetzt sagen „So viel Zucker und das soll gesund sein?“.

Der Zucker wird je nach Reifegrad des Kombucha vom Pilz verbraucht und teils zu Alkohol umgewandelt. Aber keine Angst, ein Glas Traubensaft oder Apfelsaft hat genau soviel Promille wie ein Kombucha.

Der Pilz verträgt keinen warmen Tee und ist gegen Hitze sehr empfindlich.

Daher bitte den Tee wirklich auskühlen lassen, ehe man ansetzt. Das braucht halt etwas Zeit und Geduld.

Den abgekühlten Tee fülle ich in ein gut ausgewaschenes Einkochglas mit großer Öffnung ( ich benutze 3 und 5 Liter Gläser) und füge den Pilz hinzu. Auch etwa 100ml vom alten Kombucha brauchen wir „Starter“.

Also nie den Kombucha restlos verbrauchen, sondern immer etwas für den nächsten Ansatz aufbewahren.

Wer es etwas saurer mag kann auch 120 bis 150 ml Kombucha zum Starten verwenden. Dadurch bekommt der Tee noch mehr Inhaltsstoffe und entwickelt mehr Säure.

Wer das erste mal Kombucha ansetzt, füllt die Flüssigkeit in welcher der Pilz geliefert wird mit ins Glas.

Das Gefäß mit unserer Mischung wird nur mit einer Küchenrolle oder Stoffserviette verschlossen. Der Pilz braucht Luft zum arbeiten, sollte aber vor Staub und Sporen geschützt sein.

Ideale Raumtemperatur ist zwischen 18 und 20 grad und der sollte keine direkte Sonne bekommen. Ich habe das Glas mit Tee und dem Pilz im kühleren Schlafzimmer stehen.

Wichtig ist auch, dass das Glas in der Zeit ruhig stehen bleibt.

Die Küche ist nicht der Ideale Ort für einen Kombucha, denn Küchendämpfe können dem Pilz schaden.

Während dieser ersten Fermentierung entsteht ein leichter, säuerlicher Geruch.

Nach 3 Tagen kann das erste mal gekostet werden. Mit längerem Stehen wird der Kombucha saurer und der Zucker wird immer mehr verbraucht.

Achtung! Sollte er mal zu sauer geworden sein, bitte nicht weg schütten!

Entweder ihr süßt in der Flasche nach, oder wenn er gar nicht euer Geschmack ist, dann lasst ihn euren Haaren zu gute kommen, als Spülung nach dem Waschen. Ich habe auch schon davon gelesen das er sehr gut im Badewasser sein soll.

Bei mir wird der Kombucha nach einer Woche in Flaschen abgefüllt. Vor dem Abfüllen entferne ich den Pilz aus dem Glas (vorher gut Hände waschen) und rühre nochmal mit einem Holzlöffel um (bitte keinen Metalllöffel verwenden).

Das Umrühren hat den Sinn, dass sich die Hefe, welche sich unten im Glas gebildet hat, im Kombucha verteilt und in allen Flaschen gleich viel davon vorhanden ist.

Jetzt kommt der kreativste Teil der ganzen Sache: Ihr könnt ihn jetzt einfach so trinken, oder ihr lasst ihn 2 bis 3 Tage bei Zimmertemperatur in der gut verschlossenen Flasche stehen. Bitte einmal am Tag vorsichtig den Deckel öffnen um Druck abzulassen. Ich mache es immer im Badezimmer da sich der Kombucha dabei sehr lebhaft verhalten kann.

Bei der Flaschenreife entwickelt sich durch Zucker und Hefe Kohlensäure. Ich mag es besonders spritzig und füge deshalb noch einen Esslöffel Zucker hinzu.

Auch Früchte oder Fruchtsäfte sind dafür sehr gut, denn der enthaltene Zucker begünstigt ebenfalls die Kolensäurebildung.

Gewürze verleihen dem Kombucha zusätzlich eine interessante Note. Auch hier ist Kreativität gefragt.

Noch ein paar kleine Zusatztipps:

Die Reste der Teemischung braucht ihr nicht in der Biotonne entsorgen. Trocknet sie vorsichtig und hebt sie auf. Ihr werdet sehr bald viele Kombuchapilze haben (Bei mir bilden sich sogar kleine Pilze in der Flaschenreife). Diese überschüssigen Pilze vermenge ich mit den Teeresten unter Zugabe von Wasser im Mixer. Das Ergebnis verwende ich zum Düngen der Pflanzen im Gemüsegarten.

Auch meine Hühner lieben diese Mischung. Sie bekommen den gebrauchte Tee immer mit Haferflocken und 1 Esslöffel Kombucha abgemischt zum Fressen.



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