Hochsensible und der Einkauf

Viele hochsensible Menschen gehen nicht gerne einkaufen. Wir gehören auch dazu. Ein Einkaufszentrum halten wir immer nur kurz aus und sind ab einem gewissen Punkt so überreizt, dass wir beinahe fluchtartig den Konsumtempel verlassen.

Auch der wöchentliche Lebensmitteleinkauf kann für uns eine Überreizung mit sich bringen.

Wenn ich ihn nicht in unserem gewohnten Supermarkt mache, oder an den gewohnten Tagen.

Wir meiden zum Beispiel immer den Montag. Da gehen die Massen wie auch vor einem Feiertag einkaufen, als würde es nie wieder etwas zu kaufen geben und sie am Verhungern sein. Die Hektik, welche die Menschen dann an den Tag legen wirkt ansteckend und belastend.

Mit der Zeit haben wir uns ein paar hilfreiche Tricks zurecht gelegt, wie wir uns den Einkauf erleichtern.

Wir erledigen den Wocheneinkauf für gewöhnlich immer zu zweit und mindestens ein Kind ist auch immer mit dabei.

Wichtig ist das Kinder beim Einkauf eingebunden werden und helfen können. Dazu werde ich demnächst in einem anderen Beitrag mehr schreiben.

Den Einkaufszettel schreiben wir in der Reihenfolge, in welcher die Artikel bei unserem Weg durch den Markt in den Regalen liegen.

Zuerst das Obst , dann Windeln, dann geht es weiter zum Gemüse und so weiter…

Deshalb nehmen wir auch immer den selben Weg durch den Supermarkt.

Wir kaufen auch immer die selben Grund-Produkte, greife nur ab und an zu etwas Neuem, da ich bei meinen gewohnten Sachen schon weiß was drin ist und was ich da kaufe (Stichwort Palmöl). Die meisten Artikel, welche wir im Supermarkt kaufen sind Bio. Schon allein das schränkt das Sortiment ein.

Wenn man seine Lieblingssorten hat, fällt schon mal die Überreizung durch langes Aussuchen und Vergleichen weg.

Wir bevorzugen auch Zeiten, an denen eher wenig los ist. Soweit das möglich ist. Wenn man sich trotzdem einmal in die Massen stürzen muss, hält man diese Belastung so kurz wie möglich.

Auch kleine Geschäfte und kleine Märkte können eine große Hilfe sein.

Der tägliche Einkauf beim Greissler (Dorfladen) ist für uns normal und oft sogar lustig.

Selten muss man länger warten und wenn doch, unterhält man sich einstweilen mit anderen Kunden. Das ist eben Dorfleben.

Auch unser regelmäßiges Gemüsekisterl vom Biobauern ist eine Wohltat. Wir bekommen von März bis Dezember alle zwei Wochen so ein Kisterl mit regionalen Bioprodukten von einem Bauern aus der Gegend nachhause geliefert. Schwätzchen mit der Bäuerin inklusive.

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