Lass dich auf das Spiel deines Kindes ein.

Wenn du dich am Spiel deines Kindes beteiligst, ohne mit deiner erwachsenen Sicht der Dinge zu lenken, lässt dich das Kind in seine Welt eintauchen. Es öffnet dir die Türen zu seiner bunten Fantasie. Wenn wir immer versuchen, das Spiel in „vernünftige“ Bahnen zu lenken, wird die kindliche Fantasie beschnitten, was sich negativ auf die Kreativität auswirken wird.

Durch die Beobachtung des Spiels kann man so viel über sein Kind und seine Seele erfahren. Manches, was im Gespräch nie thematisiert wird, kann sich im Spiel ausdrücken.

Kinder verarbeiten im Spiel ihre Erlebnisse, ihre Sorgen und Ängste und alles, was sie beschäftigt. Sie verarbeiten auch, was sie gesehen haben.

Sicher gibt es auch Spiel, das uns als Eltern nicht gefällt:

Meine Tochter kam durch einen Buben im Kindergarten mit dem Thema „Waffen“ in Berührung.

Meine Tochter hatte sein Spiel übernommen und mir dann zuhause den Zeigefinger an den Körper gehalten und gesagt „Ich erschieße dich!“.

Nach dem ersten Schreck fragte ich mein Kind, woher sie das hatte. Dann sagte ich ihr ganz klar , warum ich so ein Spiel nicht möchte, und vor allem warum.

Meine Tochter wusste nicht, was sie da eigentlich gespielt hatte. Sie hatte es einfach dem Jungen nachgeahmt.

Wichtig ist, das die Begründung immer in der Ich Form erfolgt, da es ja dein Gefühl ist und nicht das Gefühl des Kindes. Also: „Ich finde es nicht gut, wenn Du erschießen spielst, weil Waffen Menschen und Tieren weh tun, oder sie sogar töten können.“

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