Ein Homeschooling Tag

Unser Tag hat heute um 6:30 begonnen. Mein erster Weg führt mich zum Hühnerstall, denn die Hühner wollen schon raus. Wie jeden Tag ist auch unser Yorki mit dabei und macht seine Runde im Garten. Die morgendliche Ruhe und die warmen Temperaturen verleiten mich dazu, mir einen Moment der Stille zu gönnen.

Zurück im Haus wird der Küchenofen angefeuert. Die ersten Kinderfüße trappeln durchs Haus, Richtung Küche. Heute wird bei den Beiden mal wieder diskutiert wer mehr Löffel Kaffee in die Kaffeemaschine machen darf. Ich frage mich mal wieder, wo die Zeiten hin sind, als ich alleine und ungestört mein morgendliches Lebenselexier brauen durfte.

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Beim Frühstück besprechen wir den Ablauf der ersten Tageshälfte. Bei uns wird selten etwas langfristig geplant.

Für mich steht Heute gleich nach dem Frühstück der Abwasch an. Die Kinder spielen etwas in ihrem Zimmer bis ich mit der Hausarbeit fertig bin. Mein Mann füllt die Waschmaschine bevor er im Atelier seiner Arbeit nach geht.

Wenn im Haus Ruhe eingekehrt ist, beginne ich mit meiner Tochter das Lernen. Heute steht Silben schreiben am Programm. Meine Tochter spricht sich das Wort vor und klatscht dazu die Silben. Danach wird jede Silbe gesprochen und geschrieben. So setzt sich das Wort zusammen. Derzeit sind wir bei einer Unterrichtsstunde am Tag. Oft wird aber zwischendurch auch gelesen oder geschrieben. Mit Mathematik steht meine Tochter derzeit auf Kriegsfuß und verweigert sie total. Uns ging das aber mit Deutsch auch eine Zeit lang so, bis wir das für sie passende Unterrechtsmaterial hatten. Mein Sohn hat in der Zeit mit am Tisch gesessen, hat zuerst Schwungübungen gemacht und dann gezeichnet. Ich merke aber, dass er immer wieder unterbricht um meinem Unterricht zu folgen. So bekommt er auch schon einen gewissen Teil mit.

Nach dem Lernen geht es in den Garten. Hühnerstall ausmisten und Gartenarbeit erledigen. Die Kinder helfen gerne mit und kehren heute den Mist von den Hühner weg. Später widme ich mich auch dem Regal im Vorzimmer und mustere etwas aus.

Dann geht es auch schon ans Kochen. Ich schau, dass es unter der Woche möglichst schnell geht. Trotzdem wird aber fast immer frisch gekocht. Nach dem Essen gibt es bei uns noch immer das gute alte Mittagsschläfchen. Es dauert heute zwar nur eine halbe Stunde, ist für beide Kinder aber noch immer notwendig.

Der Nachmittag wird mit einem Spaziergang in der Natur verbracht. Auch hier können Kinder viel lernen. Heute haben wir die ersten Leberblümchen gesehen und auch das Lungekraut ist bereits heraußen. Ein Platzerl mit blühendem Huflattich gibt’s auch schon. Wir erzählen den Kindern, woran sie die Pflanzen erkennen und woher der Namen kommt.

Der Abend verläuft mit dem üblichen Chaos, die Kinder sind sehr überdreht und auch schon müde. Mein Mann liest ihnen noch Geschichten vor, dass hilft ihnen zur Ruhe zu kommen. Um neun Uhr schlafen beide und es kehrt Ruhe ein.

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